Pfarramt West, Reichenecker Straße 57

Pfarramt West

1782/1783 wurde das Pfarrhaus bis auf die Grundmauern abgetragen und das neue, heute denkmalgeschützte, auf ihnen aufgebaut. (Bereits 1687 wurde im Visitationsbericht vermerkt:

„Das Pfarrhaus ist alt und liederlich“ und 1763 …..“eine erbärmliche Hütte“. Es sei in einem Zustand, in dem sich eine Reparatur nicht lohne“).

Im Erdgeschoss befanden sich im neuen Pfarrhaus zu der Zeit noch Stallungen, Remise und Knechtskammer, da damals noch die Pfarrer die „Pfarrgrundstücke“ bewirtschafteten um den Lebensunterhalt für ihre zum Teil großen Familien zu gewährleisten. Später wurde dann aus diesem Bereich der Gemeindesaal und eine Waschküche.

1936 wurde im Gemeindesaal der Kindergarten eingerichtet. Auf der Nordseite des Pfarrhauses wurde ein Klohäuschen erstellt. Abends war die Nutzung des Gemeindesaals den Kreisen und Gruppen vorbehalten.

1957 wurde ein städtischer Kindergarten in der Schleestraße erstellt unter kirchlicher Trägerschaft. Der Kindergarten zog um und der Gemeindesaal im Pfarrhaus war Ausweichklassenzimmer bis zur Einweihung der neuen Mörikeschule. Er war außerdem immer noch Treffpunkt für Kreise und Gruppen bis zur Fertigstellung der Gemeinderäume in der Johanneskirche ca. 1963, wohin dann diese nach und nach umzogen.

Bis 1962 wurden Küche und einige Zimmer der Pfarrerswohnung mit Holz und Kohle beheizt. Nachtspeicheröfen wurden zur Erleichterung angeschafft. Erst 1974 wurde bei einer Generalin-standsetzung des gesamten Hauses eine Öl-Zentralheizung eingebaut. Sogar der Aussenputz wurde erneuert. Einige Wochen konnte das Fachwerk des Pfarrhauses bestaunt werden bis ein neuer Putz angebracht wurde.

Während jeder Vakatur wurden Baumaßnahmen, Großreparaturen, Modernisierungen am und im Haus durchgeführt.

1989 wurde der Gemeindesaal in einen Amtsbereich (Amtszimmer, Schreibzimmer, Registratur) umgestaltet. 

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